Ökologisch leben - aber wie? Buchbesprechung: Die Öko-Challenge



 Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Buch „Die Öko Challenge“, das 2017 von Harald Lesch publiziert worden ist.
Harald Lesch ist am 28. Juli 1960 in Gießen, Deutschland geboren. 1978 machte er an der Theo-Koch Schule sein Abitur. Heute ist er ein deutscher Physiker, Autor, Astronom, Naturphilosoph, Professor für Physik und Fernsehmoderator.
Inhalt:
Das Buch besteht aus sechs Themen: Plastik, Müll, Energie, Wasser, Ernährung und Konsum. Jedes Thema enthält Fakten und Tipps. Die Tipps bestehen aus mehreren Unterpunkten. Zum Beispiel: Öko-Tipp 1: Verpackungsmüll -> Unterpunkte: Lose Produkte kaufen; eigene Behälter mitnehmen; Milch und Joghurt im Glas und keine Coffee-to-go-Becher.
·       Das erste Thema ist Plastik. Im Buch wird beschrieben, wie man Verpackungsmüll beim Einkaufen vermeiden kann. Ebenso erfährt man, worauf man daheim achten soll, z.B. darauf, Plastikspielzeug zu vermeiden.

·       Danach geht es um Müll. Der Autor verdeutlicht, wie man Lebensmittelverschwendung vermeiden kann. Zudem erfährt man warum Mehrweg viel besser als Einweg ist, ob bei Becher oder Beutel.
z.B. Tipp 7: Lebensmittelverschwendung vorbeugen

·       Im dritten Kapitel geht es um Energie. Lesch zeigt, wie man Großgeräte, wie Gefrierschrank oder Kühlschrank, möglichst energiesparend benützt. Außerdem erklärt er wie man ökologisch kocht, Lampen kauft und Transportmittel nützt.
z.B. Tipp 17: Energiesparlampen und LEDs

·       Weiters erfährt man vieles über Wasser. Nicht nur wie man Wasser spart, auch welche negativen Auswirkungen importiertes Trinkwasser auf die Umwelt hat. Tragisch sind die hohen Zahlen (1,46 Millionen) bei Menschen, die aufgrund von Wassermangel oder Wasserverschmutzung sterben.
z.B. Tipp 29: Wasser sparen im Bad

·       Als vorletzter Stelle stellt der Autor das Thema Ernährung vor. In diesem Kapitel geht es vor allem um Bio Produkte und um den Fleischkonsum.
z.B. Tipp 37: Nachhaltig einkaufen - saisonal und regional

·       Schlussendlich kommen wir zum Konsum. In dem Buch wird klar, dass Kakao sehr wichtig ist, da er die Einkommensquelle für ca. 45 Millionen Menschen bietet. Nicht so erfreulich sind die Fakten über Palmöl, da wegen dem Öl große Flächen vom Regenwald abgeholzt werden müssen. Der letzte Punkt in diesem Kapitel sind die ökologischen Reinigungsmittel. Dem Leser wird klar, dass er mit einfachen Zutaten (Natron, Essig, Zitronensäure) viel Plastik vermeiden kann.
z.B. Tipp 51: Ökologische Reinigungsmittel

Ich persönlich würde das Buch weiterempfehlen. Es sind wichtige und interessante Fakten und Tipps enthalten, wie z.B. Bee´s Wrap statt Alufolie oder kein importiertes Trinkwasser., jedoch sind andererseits Tipps, die ich eher nicht berücksichtigen werde, wie zum Beispiel nur online Tageszeitung kaufen oder Trinkflasche aus Glas.

Was ich nicht so gut finde, ist dass die Fakten des Buches meistens auf Deutschland beruhen und auch nicht ganz aktuell sind. Was mich auch ein bisschen gestört hat sind manche Tipps, die einfach nicht leicht umsetzbar sind bzw für mich gar nicht umsetzbar sind, wie z.B nur mehr Glasflaschen (beim Sport wird ei dann leicht kaputt) oder nur mehr online Tageszeitung (denkt man an Omas und Opas, die können nicht unbedingt mit Handys umgehen, geschweige denn mit online Zeitung lesen.

Jedoch muss ich sagen, dass mir an dem Buch auch sehr viel gefallen hat. Zum einen die neuen Erkenntnisse, zum anderen, dass das Buch sogar Apps vorgeschlagen hat (z.B. „Fuelio“ zeichnet die Kilometer, Verbrauch und Kosten auf oder „BlaBlaCar“, um eine Mitfahrgelegenheit zu finden). Außerdem enthält das Buch auch viele Bilder, zum Beispiel von einem verpackungsfreien Supermarkt. Das macht das Buch viel lebendiger und leichter zu lesen. 

Malina Weißenböck, 8O, April 2020

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